Die Wettbewerbsentwürfe zur Sanierung der Robotronkantine liegen vor und werden aktuell im Stadtforum ausgestellt. Der Siegerentwurf zeigt dabei als einziger der 12 Entwürfe auf zwei Zeichnungen einen Teil der aktuell vorhandenen Beschmierungen der Außenfassade, die die Robotronkantine im Moment zu so einem Schandfleck in der Innenstadt machen, und nimmt das vermutlich als Teil der Außengestaltung.
Dazu äußert sich Holger Zastrow, Fraktionsvorsitzender von Team Zastrow im Dresdner Stadtrat: „Es ist sehr bedauerlich, dass die Entwurfsverfasser und die Jury offenbar nicht einmal Graffiti von Schmierereien unterscheiden können. Graffitikunst ist Straßenkunst und bräuchte in Dresden tatsächlich endlich mal eine vernünftige Plattform. Dass die Stadt den Kritzeleien an der Robotronkantine einen gewissen Wert zugesteht, muss einen skeptisch machen. Es ist kein gutes Zeichen für den weiteren Umgang mit einem Gebäude, das keineswegs die Wiege des Silicon Saxony repräsentiert und in das trotz knappster Kassen Millionen Steuergelder für eine kulturelle Nischennutzung fließen sollen, während anderswo gestrichen und gekürzt wird und viel wichtigere Projekte, wie die Schwimmhalle Klotzsche oder Dutzende Turnhallen vor dem Aus stehen.“

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