Unfälle mit Radfahrern und Fußgängern mit zum Teil schweren Verletzungen
Seit Jahrzehnten verhindert der Denkmalschutz eine verkehrssichere Lösung auf dem Körnerweg, der ein Teil des Elberadweges ist. Die praktische Folge davon haben unlängst mehrere Radfahrer zu spüren bekommen.
In einer Meldung der Polizei vom 15. Januar 2026 wurde mitgeteilt: „Am Donnerstag ist es in den frühen Morgenstunden zu mehreren Unfällen auf dem Körnerweg in Loschwitz gekommen. Auf dem glatten Kopfsteinpflaster stürzten mehrere Radfahrer. Einer (62) von ihnen verletzte sich schwer. Auch der hinzugerufene Winterdienst kam auf der glatten Fahrbahn ins Rutschen. Der Radweg zwischen Körnerplatz und Heilstättenweg musste voll gesperrt werden.“
Im November 2025 war auf einem 70 m langen Abschnitt der Asphalt entfernt worden, der rund fünf Jahre zuvor aufgebracht worden war. Damit kam das darunterliegende Sandsteinpflaster wieder zum Vorschein. Dieses 2018 eingebaute Pflaster, als „Kompromisslösung“ zugunsten des Denkmalschutzes hat damit seine Untauglichkeit in der Praxis erwiesen. Es ist extrem teuer und führt bei schwierigen Witterungsverhältnissen offenbar zur Gefährdung von Radfahrern und Fußgängern.
Team Zastrow fordert nunmehr mit einem Antrag die unverzügliche Asphaltierung des gesamten Abschnittes des Elberadweges zwischen Körnerplatz und Heilstättenweg. Eine Recherche von Team Zastrow hat ergeben, dass es auf dem Körnerweg in den vergangenen Jahren wiederholt zu Unfällen mit zum Teil schweren Verletzungen gekommen ist.
Holger Zastrow, Fraktionsvorsitzender von Team Zastrow im Dresdner Stadtrat, dazu:
„Die Entfernung der Asphaltdecke auf dem Körnerweg war nicht nur ein Schildbürgerstreich. In der Praxis haben mehrere Radfahrer mit zum Teil schweren Verletzungen die Folgen dieser verwaltungsinternen Posse zu spüren bekommen. Wir fordern eine umgehende Asphaltierung des gesamten Abschnittes des Radweges. Es kann nicht sein, dass hier dem Denkmalschutz eine höhere Bedeutung zugestanden wird als der Gesundheit der Nutzer des Körnerwegs. Bemerkenswert ist auch das Schweigen des ADFC in diesem Fall. Während an vielen anderen Stellen regelmäßig mit drakonischen Forderungen Stimmung gemacht wird, bleibt man im Fall des Körnerweges still und leise. Vermutlich deshalb, weil der verantwortliche Bürgermeister Stefan Kühn (Grüne) heißt, der im vergangenen Jahr in einem fragwürdigen Verfahren den ehemaligen Geschäftsführer des ADFC als Referenten eingestellt hatte.“

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