Am 19.03.2026 wurden in einem Pressegespräch von Bürgermeister Kühn (Grüne) die Ergebnisse des sogenannten Reallabors Automobil vorgestellt. Die Erkenntnisse aus der Mobilitätsuntersuchung sollen in die künftige Mobilitätsplanung 2035+ einfließen und sind Teil eines größer angelegten Beteiligungsprozesses neben MobiDialog, Mobil-O-Mat und MobiVOTE. Die Erkenntnisse des Reallabors Automobil zielen dabei hauptsächlich auf die Stärkung des ÖPNVs ab.
„Die verkündeten Erkenntnisse zum Reallabor Automobil irritieren,“ erklärt Fraktionsvorsitzender und verkehrspolitischer Sprecher der Fraktion Team Zastrow im Dresdner Stadtrat, Holger Zastrow. „Wenn die benannten Erkenntnisse wie zum Beispiel einfache ÖPNV-Tarife, Barrierefreiheit, die Beschleunigung von Bus und Bahn oder die Schaffung von P+R-Plätze sind, dann frage ich mich, wo die Verbesserungen für die größte Gruppe der Verkehrsteilnehmer, die Autofahrer, sind? Problemstellungen bzw. Lösungen für Autofahrer wie kaputte Straßen, Stau, fehlende Stellplätze und die Wegnahme von Parkplätzen ohne Ersatz kommen in den Erkenntnissen nicht vor. P+R-Plätze fehlen seit Jahren, obwohl sie längst gefordert sind. Das ist keine neue Erkenntnis, dafür brauche ich kein aufwendiges Reallabor, das signifikant Verwaltungsressourcen bindet. Wir haben es hier erneut mit Chichi in der Stadtverwaltung zu tun, der augenscheinlich nichts zur Verbesserung der Situation der Autofahrer beiträgt. Das sogenannte Reallabor, veranstaltet mit einer grünen Lobby Firma, hatte wie so viele andere Pseudo Beteiligungsformate, nur das Ziel, eine Rechtfertigung für die einseitige Verkehrspolitik des grünen Verkehrsbürgermeisters zu beschaffen. Was zu beweisen war.“

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