Zastrow: Umweltbürgermeisterin die Zuständigkeit für die Brunnen entziehen – „was faul im Amte Jähnigen“

In der Dresdner Innenstadt sieht man kaum Brunnen sprudeln. Viele Brunnen sind zwar mit Wasser gefüllt, aber die Springdüsen der Brunnen laufen gar nicht oder nur sehr unregelmäßig. Das betrifft unter anderem die Brunnen auf der Prager Straße, am Kulturpalast, am Postplatz, in der Marienstraße, auf dem Altmarkt, auf dem Palaisplatz oder die Krachtbrunnen sowie die Stürmischen Wogen auf dem Albertplatz. Andere Brunnen wie die Stillen Wasser auf dem Albertplatz sind noch komplett abgedeckt, Reparaturen finden dort keine statt. Seit zwei Wochen ist die Haushaltsperre aufgehoben. Damit ist die letzte Ausrede der grünen Umweltbürgermeisterin obsolet. Die Brunnen könnten spätestens jetzt längst vollständig laufen oder repariert werden. Damit hat der Stadtrat sogar die Stadtverwaltung extra beauftragt. Übrigens wäre der Betrieb der Brunnen trotz Haushaltssperre leicht möglich gewesen, da die Haushaltssperre nur zu 50% galt und das zuständige Amt für Stadtgrün und Abfallwirtschaft damit immer noch ein verfügbares Budget von 2.661.600 Euro hatte. 2024 beliefen sich die Kosten für den Brunnenbetrieb auf ca. 330.000 Euro.

Nachdem die Stadtverwaltung nach der großen Debatte 2025 auch in diesem Jahr die Brunnen aus ließ und sie erst nach den vielen touristisch relevanten Frühjahrs-Feiertagen langsam ab Juni in Betrieb nahm, hatte Team Zastrow einen Antrag im Stadtrat gestellt, die Zuständigkeit für die Brunnen aus dem Geschäftsbereich von Bürgermeisterin Eva Jähnigen herauszunehmen und einem anderen Geschäftsbereich zuzuordnen. Vorzugsweise sollte der Oberbürgermeister die Brunnen zur Chefsache erklären, um das alljährlich wiederkehrende Brunnendrama zu beenden. Der Antrag ist im Geschäftsgang und wird nach den Sommerferien behandelt.

Dazu erklärt Fraktionsvorsitzender Holger Zastrow: „Es ist ein Skandal, dass die Brunnen immer noch nicht richtig laufen und vielfach einen traurig-enttäuschenden Anblick bieten. Offenbar ist der noch zuständigen Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen die Bedeutung der Dresdner Springbrunnen für die Attraktivität der Stadt und die Lebensfreude egal, sie blamiert Dresden mit den trockenen Brunnenanlagen auch bei den Besuchern der Stadt. Kein Mensch versteht, dass bei 40 Grad und Hitze die Anlagen nicht funktionieren. Auch das immer wieder klare Bekenntnis von Bevölkerung und Stadtrat ist Frau Jähnigen einerlei. Offenbar führen sie und ihr Amtsleiter ihren Feldzug gegen alles Schöne und Sinnvolle weiter.

Hier ist gründlich etwas faul im Amte Jähnigen, dass einer dringenden Korrektur bedarf. Ich kann daher unsere Forderung, ihr die Zuständigkeit für die Brunnen und das nötige Budget zu entziehen, nur wiederholen. Es kann doch nicht sein, dass man von Waldinseln faselt, sündhaft teure Blumen-kübel auf der Louisenstraße aufstellt oder ihr Geschäftsbereich die testweise Aufstellung von Nebelduschen koordiniert und das als Klimaschutzaktion verkauft, während die vorhandenen Springbrunnen, die während sommerlichen Hochdruckwetterlagen tatsächlich etwas zur Linderung im Stadtgebiet beitragen könnten, ausbleiben oder nur auf Sparflamme laufen. Wir haben das nächste heiße Sommerwochenende vor uns, die Stadt hat dieses Jahr bereits mehrfach unter der Hitze gestöhnt und Frau Jähnigen schaltet die Brunnen weiterhin nicht richtig an. Sie kann und will es schlichtweg nicht. Also müssen der Stadtrat und der Oberbürgermeister handeln.“

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