Hauptstraße braucht dagegen eine ehrliche Verkehrszählung und Schutz der Fußgänger

Seit kurzem stehen neue „Fahrradbarometer“ am Sachsenplatz, dies ist die zweite neue Zählstelle nach der an der St. Petersburger Straße. Die Fahrradzählstation an der St. Petersburger Straße hat bereits für hohes Aufsehen gesorgt, da dort rund 100.000 Euro für das Projekt ausgegeben wurde. Der Stadtrat stoppte daraufhin alle weiteren geplanten Standorte, lediglich die neue Zählstation am Sachsenplatz musste noch umgesetzt werden, da die Beauftragung bereits vor dem Stadtratsbeschluss im November 2025 erfolgte. Gleichzeitig wartet die Hauptstraße nach wie vor auf eine Verkehrszählung bzw. Auswertung.

Dazu erklärt Fraktionsvorsitzender Holger Zastrow:

„Die neuen Fahrradbarometer am Sachsenplatz sind ein weiteres Beispiel dafür, dass die Stadtverwaltung um Verkehrsbürgermeister Stephan Kühn (Grüne) ihre Prioritäten falsch setzt. Das ist Verkehrs-Schnickschnack, der es nicht umsonst in das Schwarzbuch des Steuerzahlerbundes geschafft hat. Während nun auch am Sachsenplatz öffentlichkeitswirksam Radfahrer für nichts und wieder nichts gezählt werden, wartet die Hauptstraße bis heute auf die von ihm angekündigte Verkehrszählung und Evaluation. Dabei hatte der Bürgermeister an der Hauptstraße ausdrücklich zugesagt, die Auswirkungen auf den Fußgänger- und Radverkehr zu untersuchen. Geschehen ist bislang nichts. Statt belastbarer Zahlen und einer ehrlichen Auswertung gibt es nun neue, teure Zählanlagen an einem ganz anderen Standort. Dabei kommt es auf der Hauptstraße immer wieder zu gefährlichen Situationen, weil Radfahrer mit hoher Geschwindigkeit durch die Fußgängerbereiche fahren. Wer ernsthaft die Sicherheit der Fußgänger und Radfahrer verbessern will, muss dort etwas tun, wo die Probleme auftreten – und nicht dort, wo sich schöne Zahlen präsentieren lassen.“

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