Am 1. September 2025 wurden die Anwohner der „Gartenstadt Striesen“ an der Laubestraße von einer Veränderung der Verkehrsführung überrascht. Diese Veränderung in Form von gegenläufigen Einbahnstraßen auf einem Abschnitt von rund 50 Metern hat für mehrere hundert Anwohner gravierende Folgen. Kfz-Verkehr wird durch die neue Verkehrsführung mitten durch das Wohngebiet geführt, Anwohner müssen seitdem mehrfach Umwege fahren, um zu den Einfahrten der Tiefgarage zu gelangen.
Team Zastrow hatte danach allen Anwohnern einen Brief geschrieben und sie um ihre Meinung gebeten. Der Tenor der zahlreichen Antworten war eindeutig. Es gab aus der Sicht der Anwohner keine Probleme auf der Laubestraße, die durch die neue Regelung gelöst werden mussten.
Team Zastrow hatte deshalb einen Antrag eingereicht, der am 13. November 2025 beschlossen wurde. Danach hat der Stadtrat die Veränderung der Verkehrsführung missbilligt und dem Oberbürgermeister empfohlen diese Veränderung zurückzunehmen. Parallel dazu hatten Anwohner eine Petition zur Rücknahme der Regelungen eingereicht und Widersprüche formuliert.
Team Zastrow hat in der Folge immer wieder nachgehakt und nur die lapidare Auskunft erhalten, dass die Widersprüche durch das Landesamt für Straßen und Verkehr geprüft würden. Nach nunmehr einem Jahr wurden die Widersprüche abgelehnt und die Regelung bestätigt.
Team Zastrow hat die Ablehnung der Widersprüche geprüft und festgestellt, dass diese Ablehnung durch das Landesamt auf manipulativen Informationen des zuständigen Bürgermeisters zu beruhen scheint. So informierte das LaSuV einen Bürger: „Das Kfz-Verkehrsaufkommen hat sich nach Anordnung der Fahrradstraße gegenüber vorherigen Zählungen deutlich erhöht. Vor Einrichtung der Fahrradstraße bestand bei einer 2021 bzw. 2023 durchgeführten Zählung ein Verkehrsaufkommen in der Laubestraße von insgesamt etwa 1.610 Kfz/24h bzw. 1.790 Kfz/24h. Im Rahmen einer im Jahr 2024 erneut durchgeführten Verkehrserhebung am Knoten Laubestraße/Geisingstraße wurde eine Verkehrsmenge von etwa 2.250 Kfz/24h festgestellt.“
Aus einer Anfrage im Jahr 2023 ist uns bekannt, dass alle Verkehrszählungen im Themenstadtplan der Landeshauptstadt veröffentlicht werden. Auf dem betreffenden Abschnitt der Laubestrasse hat es demnach bisher nur eine Zählung im Mai 2024 gegeben. Zählungen in den Jahre 2021 bzw. 2023 gab es, aber auf anderen Abschnitten der Laubestraße, die jenseits der Bertholt-Brecht-Allee liegen und damit für diesen Abschnitt keinerlei Relevanz haben. Zudem hat die Stadt selbst in einer weiteren Anfrage zur Laubestrasse ausgeführt: „Für übrige Ortsstraßen ohne besondere Funktionen ist eine Verkehrsbelastung von bis zu 2.500 Kfz/24h im Rahmen einer üblichen Verkehrsbelastung.“
Dazu Holger Zastrow: „Radfahrer gegen Autofahrer, Radfahrer gegen Anwohner, Radverkehr immer nur zu Lasten anderer zu fördern, das ist das Gegenteil einer klugen Verkehrspolitik, die die Interessen aller im Blick hat. Das Beispiel Laubestrasse zeigt exemplarisch woran es Verkehrsbürgermeister Stefan Kühn (Grüne) mangelt: Respekt vor den berechtigten Interessen anderer, die nicht zu seiner Klientel gehören. Wir fordern den Oberbürgermeister auf, endlich die fehlerhaften Entscheidungen des Verkehrsbürgermeisters zu korrigieren. Er hat die Möglichkeit und aus unserer Sicht auch die Pflicht, die Interessen der Anwohner nicht den Forderungen einer radikalen Lobby zu opfern.“

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