Verkehrssicherheit entsteht nicht durch manipulativ interpretierte Statistiken
Die heute vorgestellte Bilanz der Stadtverwaltung zur Verkehrssicherheit wartet mit einer kühnen These auf: „Die Verkehrssicherheit in Dresden verbessert sich kontinuierlich.“ Begründet wird dies mit der Aussage: „Seit 2017 ist die Zahl der Schwerverletzten im Straßenverkehr um rund 20 Prozent gesunken.“ Die angebliche Verbesserung der Verkehrssicherheit löst sich jedoch in heiße Luft auf, betrachtet man einen längeren Zeitraum. So lag die Anzahl der Schwerverletzen und getöteten Verkehrsteilnehmer bereits vor 20 Jahren auf einem ähnlichen Niveau wie heute. Auch die Anzahl der Leichtverletzen schwankt in einer geringen Bandbreite und veränderte sich in den letzten 20 Jahren kaum.
Die in den vergangenen 10 Jahren durch die grünen Verkehrsbürgermeister durchgesetzten Maßnahmen zur Behinderung und künstlichen Verlangsamung des Kfz-Verkehrs zeigen offenbar keine Wirkung. Seit 2015 wurden rund 400 Tempo 30-Zonen, die als Begründung stets die Verkehrssicherheit haben, eingerichtet. Ein Nachweis über die Wirkung dieser Zonen ist gar nicht möglich, da die Stadtverwaltung dazu nach eigener Aussage keine Daten erhebt. So konnte die Stadt weder die Frage nach der Anzahl von Verkehrsunfällen in den letzten 10 Jahren direkt vor Schulen, Kindertagesstätten und Seniorenheimen noch die Fragen nach Verletzten bzw. den Unfallursachen beantworten, wie eine Anfrage von Team Zastrow ergab.
Dazu Holger Zastrow: „Die Behauptungen des Verkehrsbürgermeisters zu angeblichen Verbesserungen bei der Verkehrssicherheit, mit denen er zahlreichen Einschränkungen für Autofahrer begründet, lösen sich bei genauer Betrachtung in Schall und Rauch auf. Wirklich sinnvolle und seit langem vom Stadtrat beschlossenen Maßnahmen, wie Fußgängerüberwege an neuralgischen Punkten, werden von ihm nur im Schneckentempo verwirklicht. Wer im Urlaub in europäischen Nachbarländern unterwegs ist, der weiß wie sinnvoll Fußgängerüberwege sind. Wir fordern daher endlich mehr Fußgängerüberwege einzurichten und damit die Sicherheit gerade für Fußgänger deutlich zu verbessern.“
Anlagen:
Statistik der Verunglückten im Strassenverkehr in Dresden 1995 – 2024
Anfrage zur Verkehrssicherheit vor Schulen, Kitas und Altenheimen

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